Bei Europas führenden Billigfliegern holt die Nummer zwei rapide auf. Ryanair lässt im Dezember viele Jets am Boden während Easyjet deutlich mehr fliegt.
Das Geschäftsmodell von Ryanair bekommt immer stärkere Risse, weil es zunehmend zyklischer wird. Für den Dezember 2011 konnten nur noch 4,8 Mill. Tickets abgesetzt werden. Offiziell heißt es dazu: „Der bereits erwartete leichte Rückgang der Passagierzahlen um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf die hohen Ölpreise zurückzuführen, durch die Ryanair sich gezwungen sah, 80 ihrer Flugzeuge übergangsweise am Boden zu lassen.“ Insgesamt unterhält Ryanair eine Flotte von 278 Boeing B-737-800, die 160 Flughäfen miteinander verbinden.
Ganz anders sieht es dagegen bei Easyjet aus. Europas zweitgrößter Billigflieger setzte für den vergangenen Dezember insgesamt gut 4,1 Mill. Tickets ab und damit 13,1 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Allerdings fielen im Dezember 2010 wegen ungewöhnlich starker Wettereinflüsse bei Easyjet auch 2000 Flüge aus. Im Dezember 2011 mussten dagegen nur 149 Flüge entfallen. Diese Effekte herausgerechnet hätte der Passagierzuwachs bei etwa vier Prozent gelegen.


